Franz Schubert

Ständchen D. 920

Franz Schubert
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Album:
text: Franz Grillparzer

Ständchen D. 920

Zögernd leise
In des Dunkels nächt'ger Hülle
Sind wir hier;
Und den Finger sanft gekrümmt,
Leise, leise pochen wir
An des Liebchens Kammertür.
 
Doch nun steigend,
Schwellend, schwellend, hebend
Mit vereinter Stimme, Laut
Rufen aus wir hochvertraut;
Schlaf du nicht,
Wenn der Neigung Stimme spricht!
 
Sucht' ein Weiser nah und ferne
Menschen einst mit der Laterne;
Wieviel seltner dann als Gold
Menschen, uns geneigt und hold?
Drum, wenn Freundschaft, Liebe spricht
Freundin, Liebchen, schlaf du nicht!
 
Aber was in allen Reichen
Wär' dem Schlummer zu vergleichen?
Drum statt Worten und statt Gaben
Sollst du nun auch Ruhe haben.
Noch ein Grüßchen, noch ein Wort,
Es verstummt dir frohe Weise,
Leise, leise schleichen wir uns wieder fort.
 
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Klaarzin Klaarzin
submitted on 21 Dec 2021 - 16:33
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Submitter's comments:

Ständchen für Alt-solo und Männerchor D. 920 (auch bekannt als 'Notturno') . Text von Franz Grillparzer.
https://de.abcdef.wiki/wiki/St%C3%A4ndchen,_D_920_(Schubert)

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