Favorite
Arrow down
Arrow down
Favorite
Arrow down
Arrow down

Изказвания 3

Алексей Чиванков Алексей Чиванков A
13 януари 2024, 03:47

Ezzo von Bamberg († 15. November, wohl 1100) war in der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts Kanoniker und Lehrer am Domkapitel in Bamberg. /.../
Das nach ihm benannte Ezzolied nennt in der Fassung der Vorauer Handschrift (2. Hälfte des 12. Jahrhunderts) in der ersten Strophe einen Ezzo aus Bamberg als den Dichter des Textes. Darüber hinaus erwähnt die lateinische Lebensgeschichte (Vita Altmanni episcopi Pataviensis, entstanden um 1130) des Bischofs Altmann von Passau (Bischof von 1065 bis 1091) einen Canonicus Ezzo. Dieser habe auf der Wallfahrt des Bischofs Gunther von Bamberg nach Jerusalem (1064/1065) einen volkssprachlichen „Gesang von den Wundern Christi“ (cantilena de miraculis Christi) verfasst.
Im Allgemeinen geht man in der Forschung davon aus, dass sich beide Quellen auf die gleiche Person beziehen. Ein Vermerk im Bamberger Domkalendarium nennt den 15. November als den Sterbetag Ezzos; über weitere Quellen lässt er sich auf das Jahr 1100 datieren.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ezzo_(Dichter)

Алексей Чиванков Алексей Чиванков A
13 януари 2024, 03:48

Das Ezzolied steht am Beginn der frühmittelhochdeutschen Literatur.
Mit ihm setzt nach etwa 100 Jahren, aus denen uns nur lateinische Texte erhalten sind, die Überlieferung deutschsprachiger Dichtung wieder ein. Als volkssprachliche „Cantilena de miraculis Christi“, also als „Lied über die Wunder Christi“ enthält es eine konzentrierte Wiedergabe der christlichen Heilsgeschichte in Reimform und wurde wahrscheinlich in der Straßburger Fassung (Straßburger Hymnus) auf einer Pilgerreise des Bischofs Gunther von Bamberg nach Jerusalem in den Jahren 1064/65 gesungen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ezzolied

Алексей Чиванков Алексей Чиванков A
13 януари 2024, 03:50

Der Originalton von Wille ist leider nicht erhalten, das Ezzolied wurde aber im 20. Jahrhundert von zwei mitteleuropäischen Komponisten bearbeitet:

Der Schweizer Willy Burkhard komponierte um den frühmittelhochdeutschen Text 1927 eine Motette für einen vier- bis achtstimmigen Chor (op. 19).

Dreißig Jahre später 1957 nahm sich der österreichische Komponist Johann Nepomuk David erneut des Stoffes an und schuf ein Oratorium für Soli, Chor und Orchester (op. 51).
https://de.wikipedia.org/wiki/Ezzolied

Log in or sign up to add a comment.
Вход Вход Потребител Регистрация